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Warum wir uns um den alpinen Wintertourismus keine Sorgen machen müssen.

Sepp Schellhorn   23.06.2021

Günther Aigner, seines Zeichens einer der führenden Zukunftsforscher auf dem Gebiet des alpinen Skitourismus im deutschsprachigen Raum, im Gespräch zum überaus spannenden Thema “Alpiner Skitourismus versus Klimawandel/Klimasünder”.

Was haben wir hinsichtlich des Klimawandels, Stichwort Gletscherschmelze, zu erwarten? Werden wir den Skisport – den Wintertourismus – wie wir ihn heute kennen, auch in den nächsten Jahrzehnten noch ähnlich genießen können? Weihnachten im Klee – Ostern im Schnee. Was ist dran an diesem Sprichwort?

Es wird später im Jahr kälter und es beginnt später im Jahr zu schneien. Jedoch schneit es im Winter nach wie vor in etwa gleich viel wie in den vergangenen 50 Jahren. Insgesamt sind die Schneelagen nicht schlechter geworden, sagt der Zukunftsforscher. Der Abgesang auf den Winter kommt Aigners Meinung nach zu früh. Doch müssen wir uns an weiße Streifen auf braunen Wiesen gewöhnen? Und welche Rolle spielen solche Bilder für das Image des Skisports und wie groß ist dieser Einfluss – auch bezüglich der Debatte hinsichtlich des Klimawandels? Über welche Probleme im Skisport sprechen wir womöglich zu wenig?

Ein Gespräch darüber, wie wir die Wertschöpfung im Wintertourismus halten aber uns dennoch vom Zählen der Nächtigungszahlen verabschieden können. Vor allem auch in Anbetracht der Tatsache, dass wohl ganze Talschaften sterben würden, gäbe es den Wintertourismus nicht mehr.

Warum wir uns um den alpinen Wintertourismus keine Sorgen machen müssen, es jedoch gilt, unserer aktuellen Zielgruppe – den urbanen, gebildeten Menschen – das schlechte Gewissen – Stichwort Klimasünder – zu nehmen. Weshalb der alpine Tourismus und die Seilbahnen Partner der NGOs und der Energiewende werden sollten.

Warum sollen wir heute mit dem Wintersporttourismus aufhören, nur weil wir denken, in 50 Jahren haben wir vielleicht keinen Schnee mehr?

In dieser Podcast-Folge sprechen Sepp Schellhorn und Günther Aigner darüber, dass wir damit aufhören müssen, falsche Versprechungen zu machen was den alpinen Skitourismus angeht. Diese sind ebenso fatal für den Wintersporttourismus wie die Horrormeldungen darüber, dass es in 20 Jahren keinen Schnee mehr gäbe. Es liegt an uns, andere, ehrliche Bilder zu produzieren. Und die gute Nachricht am Schluss: So CO2 neutral wie in Österreich kann man wohl nirgendwo sonst auf der Welt skifahren.