Unternehmerbashing als Daseinsberechtigung

Sepp Schellhorn   05.10.2016

 „Lohnnebenkostensenkung hilft Mitarbeitern – schlechtreden nicht!“

„Klassenkampfrhetorik anno dazumal und Ansätze von vorgestern – willkommen in der in der Realität der österreichischen Arbeitnehmervertreter“, kommentiert Sepp Schellhorn, Wirtschafts- und Tourismussprecher der NEOS, die jüngsten Aussendungen von Arbeiterkammer Wien und vida zum Arbeitsklima im Tourismus.

Was die Zwangsmitglieder der Arbeiterkammer wohl darüber denken, wenn sie und ihre Jobs regelmäßig von ihrer angeblichen Interessenvertretung schlechtgeredet werden? Wie seriös es zudem ist, Rückschlüsse von 241 Befragungen auf die gesamte Branche in Wien mit rund 90.000 Mitarbeitern zu ziehen sei mal dahingestellt“, so Schellhorn weiter. Will man, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche haben, gibt es ein simples Mittel: runter mit den Lohnnebenkosten.

Neben der Streichung der Kammerumlage II, einer Umschichtung von Wohnbauförderungsbeitrag und Kommunalsteuer, sieht der NEOS-Mandatar vor allem noch Einsparungspotential bei der Unfallversicherung und der Arbeiterkammerumlage:

„Sie wollen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld bekommen? Das geht ganz einfach: kürzen Sie ihre Zwangsgebühren, anstatt überschüssiges Geld heimlich zur Seite zu schaufeln. Das hilft mehr, als billiges Unternehmerbashing.“

Plakativer Populismus die Zweite: die Gastronomiepreiserhebung der AK-Salzburg. „Wenn man sich schon an Rechenbeispielen versucht, dann bitte richtig. Addiert man die Kosten der bürokratischen und finanziellen Belastungen der letzten Jahr dazu, zeigt sich ein anderes Bild“, verweist Schellhorn auf die Unternehmensstatistik. Durchschnittlich sperren jedes Jahr rund 3.200 Gastronomiebetriebe in Österreich zu:

„Geht es nach der AK Salzburg, haben die Wirte sich wahrscheinlich eine goldene Nase verdient und genießen ihren Ruhestand auf einer Insel in der Südsee. Meine Damen und Herren, bitte kommen sie endlich in der Realität an“.