Unternehmer-Appell!

Sepp Schellhorn   13.10.2017

Meine Gedanken als Unternehmer und Politiker sind heute bei jenen, die in letzter Zeit noch geglaubt haben, SPÖ und FPÖ hätten nur irgendwelche Gedanken für die Unternehmer über. Es handelt sich dabei um reine Lippenbekenntnisse „Für die Stärkung der KMUs in Österreich.“ Genau diese sind es, die Arbeitsplätze in unserem Land schaffen. Aber ich weiß, dass diese Parteien nicht ein Haar, nicht einen Gedanken für Unternehmertum über haben.

Die Abstimmung zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten in der letzten Sitzung des Nationalrates ist so ein Beispiel. Eines vorne weg: Wir waren schon immer für eine Angleichung.

Es war jedoch ein Rosinenpicken und das Ergebnis führt nun so unweigerlich zur Vernichtung von Arbeitsplätzen in den Betrieben und Unternehmen. Diese Regelung treibt geradezu alle zu Personaldienstleistern.

SPÖ Klubobmann Andreas Schieder meinte noch das kostet ja nichts. Ja, da hat er recht. Dem Bund kostet es nichts – den Unternehmen in diesem Land sehr wohl. Soviel zum Verständnis für Unternehmer_innen von Seiten der SPÖ. Und die FPÖ hat gleich überhaupt gar kein unternehmerisches Verständnis. Sie ist einfach nur beglückt, dass sie mit der SPÖ im Bett liegen darf. So einfach kann man das sagen.

Zusätzliche Kosten von 200 Millionen Euro für KMUs

Laut Berechnungen der Industriellenvereinigung kostet dies den Unternehmen im Jahr 200 Millionen Euro. Den touristischen Betrieben an die 50 Millionen Euro. Es betrifft aber jeden:  den Tischler, den Installateur, den Maler, jeden Klein- und Mittelbetrieb.

Was wir in der modernen Arbeitswelt des 21. Jahrhundert wirklich gebraucht hätten, wäre eine Arbeitszeitflexibilisierung. Um nämlich auf die veränderten Produktions- und Handelsmechanismen adäquat reagieren zu können. Heute wird nicht mehr nach Plan produziert, nach Plan den ganzen Sommer gedienstleistet. Heute bestellt man im Internet und morgen will man es haben. Heute bucht man per Mail ein Hotel und morgen will man kommen. Jeder von uns agiert so. Nur der erbärmliche Rest der sogenannten Sozialpartner sieht das noch nach planwirtschaftlichen Prinzipien.

Aufwachen liebe WKO!

Die AK hat euch mit Mindestlohn OHNE Arbeitszeitflesxibilierung nicht nur die Hose sondern seit dem letzten Donnerstag auch das letzte Hemd, eure Berechtigung, ausgezogen. Weg mit EUCH!

Ich frage mich, welche Interessen die Wirtschaftskammer eigentlich die letzten Jahrzehnte vertreten hat, außer die eigenen im Sinne der ÖVP. Als Vorfeldorganisation einer Regierungspartei, die seit 30 Jahren den Wirtschaftsminister stellt, wurde blockiert, überreguliert und am Zwang als höchste Maxime festgehalten. Mit den Zwangsmitgliedschaft Beiträgen wurden aberwitzige Konstruktionen finanziert und ein verfilztes System aufgebaut, vor dessen Entfilzung sich nun alle fürchten. Gleichzeitig wurde komplett auf die Unternehmer_innen in diesem Land vergessen.

Die Gewerbeordnung ist auch so ein Beispiel. Da haben wir NEOS mit der SPÖ (!) einen Partner gefunden, diese fundamental zu reformieren. Doch gescheitert ist diese Reformierung einmal mehr an der ÖVP unter dem Einfluss der WKÖ. Weil die Einnahmequellen bei einer modernen Gewerbereform zu versiegen drohen. Die Gewerbeordnung hätte der Wirtschaftskammer einen Einnahmeverlust gebracht – aufgrund der fehlenden Reformen und falschen Maßnahmen leiden nun die Unternehmer unter zusätzlichen Kosten.

Ihr habt die Unternehmer mit Füßen getreten, SPÖ, FPÖ und WKÖ!

Deshalb mein APPELL an alle Unternehmer –

es kommt anders wenn man denkt!

Daher am 15. Oktober NEOS für einen Perspektivenwechsel!