Tourismus: Dringend an Praxis anpassen!

Sepp Schellhorn   11.10.2016
Tourismusausschuss: Schellhorn kritisiert Verschlechterungen für Betriebe und fordert funktionale AfA

Praxisfremd und investitionsfeindlich – so das Kurzresümee des NEOS Tourismus– und Wirtschaftssprechers Sepp Schellhorn zu der im Rahmen der letztjährigen Steuerreform beschlossenen Verlängerung der Abschreibungen auf Abnützung (AfA) für Tourismusbetriebe. Das bestätigten auch die im heutigen Tourismusausschuss geladenen Experten der Steuerberatung Prodinger & Partner.

Mit einem gesunkenen AfA-Satz von 2,5 % verlängert sich die Abschreibungsdauer auf in Summe 40 Jahre. Wer will schon in einem 40 Jahre alten Wellnessbereich entspannen? Richtig, niemand“, kritisiert Schellhorn die praxisferne Neuregelung. Umgelegt auf die wirtschaftliche Realität bedeutet das vor allem eines: die Betriebe werden nicht mehr investieren. Das schadet allen – den Mitarbeitern, den Unternehmen, der regionalen Wirtschaft und dem Standort Österreichunterstreicht der NEOS-Tourismussprecher die Kurzsichtigkeit.

Praxisnahe Lösungen liegen am Tisch: „Das sinnvollste für touristische Betriebe ist eine funktionale Abschreibung nach der tatsächlichen Abnutzung, erklärt Schellhorn. Sanitär- Wellness und Saunaanlagen nützen sich schneller ab als andere Gebäudeteile, weshalb diese auch in der Regel alle 15 Jahre erneut werden müssen. Hier braucht es dringend eine Anpassung, sonst verliert Österreich international gesehen noch mehr an Boden!“