Mehr netto von weniger Brutto

Sepp Schellhorn   15.09.2017

Es ist eine Tatsache, dass wir in Österreich eine der höchsten Abgabenquoten innerhalb der EU (neben Belgien und Frankreich) haben. Das hemmt nicht nur die Gründerkultur in diesem Land, das stellt eine ziemliche Belastung für die bestehenden klein- und mittelständischen Betriebe dar. Und deren Belegschaft. Es braucht mehr Netto von weniger Brutto.

Die Mitarbeiter verdienen zu wenig und kosten zu viel

Die hohe Abgabenquote verursacht, dass die Unternehmen eine Art Bleiweste auferlegt bekommen und bei Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen massiv behindert werden. Rund 2/3 der Bruttolohnsumme kommen beim Mitarbeiter/ In erwiesenermassen nicht an.

Unser Steuerreformpaket sieht Entlastungen im Umfang von 8 Milliarden Euro vor. Bei sofortiger Umsetzung wird die Abgabenquote innerhalb von 5 Jahren auf 39% gesenkt. Bei den Lohnnebenkosten sehen wir NEOS ein Einsparungspotential von 4 Milliarden Euro,

Lohnnebenkostensenkung JETZT!

Es erfordert hier ein massives Umdenken, um den freien Unternehmergeist zu befeuern. Österreich verliert in allen relevanten Standort- und Innovations-Rankings seine gute internationale Position. Ein Grund – neben anderen Ursachen wie verabsäumten Bildungsreformen, bürokratischen Hindernissen für die Wirtschaft, etc.  – ist, dass Arbeitskraft vor allem für kleine und junge Unternehmen zu teuer ist. Dabei kämpft Österreich mit hoher Arbeitslosigkeit. Beschäftigungsimpulse wären also dringend notwendig. In dieser Situation müssen die Rahmenbedingungen endlich so geändert werden, dass Unternehmen wieder mehr Menschen anstellen können. Mehr noch: Es müssen Anreize geschaffen werden, dass Unternehmen gehalten werden, die dafür sorgen, dass Österreich auch in den nächsten Jahrzehnten als innovatives Land gilt.

Der wirksamste Hebel für mehr Beschäftigung aus Sicht der Unternehmer_innen, die schließlich auch darüber entscheiden wie viele Menschen sie beschäftigen können, ist eine Lohnnebenkostensenkung. Das ist der wichtigste Impuls für eine positive Wirtschaftsentwicklung, von der alle profitieren würden.

Die Klein- und Mittelständischen Unternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Es ist eine Frage der Standortpolitik, diese massiv zu entlasten. Im Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt als auch im globalen Kontext.