Außer Spesen nix gewesen

Sepp Schellhorn   06.12.2019

Der Postenschacher der FPÖ kommt die Steuerzahler_innen teuer zu stehen. Wir haben bereits seit dem Frühjahr die fehlende Qualifikation Sidlos thematisiert.

Der unwürdige türkis-blaue Postenschacher rund um Peter Sidlo ist vorbei. Es ist richtig, dass der Casinos-Aufsichtsrat die Abberufung Peter Sidlos beschlossen hat. Jetzt kann endlich auch mit der Aufarbeitung angefangen werden.

NEOS haben seit dem Frühjahr durch Anfragen und Kontrollen die fehlende Qualifikation Sidlos thematisiert

Von der ganzen Causa werden nur hohe Kosten bleiben – die die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler werden zahlen müssen. Außer Spesen nichts gewesen! Es fing an mit den unzähligen Gutachten die die Qualifikation Sidlos untermauern sollten, dabei ist in seinem Lebenslauf klar gestanden, dass er diese nicht hat, das konnte auch die Jubel-Aussendung der CASAG nicht überdecken. Jeder, der Sidlos Lebenslauf anschaut, weiß das. Dafür braucht es nicht zig verschiedene teure Gutachten.

Und es ging weiter mit dem bezahlten Urlaub

Während die ersten Verdachtsmomente aufkamen, gleich zu Amtsantritt, hat Sidlo also den gesamten Urlaub seines 3-Jahres-Vertrags aufgebraucht. Sidlos einziges Wirken in des CASAG war es, Geld zu verbrennen. Das kommt raus, wenn ÖVP und FPÖ sich Posten gegenseitig zuschieben. Denn um die Eignung Sidlos ging es niemals. Offen bleibt über dies die Frage, was mit Sidlos Stellung in der Nationalbank passiert.

Was wird die Abberufung Sidlos nun genau kosten? Wer hat die ganzen Gutachten gezahlt? Neben dem Posten- und Korruptions-U-Ausschuss wollen wir auch durch parlamentarische Anfragen herausfinden, was hinter diesem würdelosen Schauspiel gesteckt hat.

Diese Causa ist nicht vom Himmel gefallen.

Wir haben seit Februar gewarnt. Das war alles absehbar und ÖVP und FPÖ haben es zu verantworten. Was ihre Beweggründe für diesen extrem teuren und sinnlosen Postenschacher waren, wird die Justiz bestimmt herausfinden, wir werden uns im U-Ausschuss rasch auf die Suche nach den politischen Verantwortungsträgern machen.