Sepp Schellhorn: Aus der Mitte – für die Mitte

Sepp Schellhorn   16.11.2016

Ich habe mich in den letzten Wochen poltiisch wie öffentlich für eine radikale Neufassung der österreichischen Gewerbeordnung eingesetzt. Aus der Mitte – für die Mitte. Sie können meine Argumente zb in der Presse oder im Trend nachlesen. Am 2. November wurde dann der angekündigte grosse Wurf für die Gewerbeordnung der Regierung Kern vorgelegt. Sie war für mich eine herbe Enttäuschung und veranlasste mich parteiübergreifend einen OFFENEN BRIEF an Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zu verfassen. (Sie finden diesen im Anhang).

Wirtschaftskammer unwissend

Meine anhaltende Kritik hat mich natürlich in das mediale Schussfeld seitens der Wirtschaftskammer gebracht. Natürlich in gewohnt unsachlicher und anklagender Weise. Sachlich-erfreulich war daher die Reaktion von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner.
In der Pressestunde vom 13.11 hat sich Mitterlehner auf mich und meine Gewerbescheine bezogen. Er war sachlich und korrekt.

Was Reinhold Mitterlehner allerdings nicht verstanden hat ist, dass es mir in meiner politischen Arbeit nie um mich geht. Ich steche so heraus, weil ich nach wie vor ein Unternehmer und Arbeitgeber von über 100 Mitarbeitern bin, mit denen ich in den Betrieben stehe.

Es geht um den Mittelstand

Es geht vielmehr um die Menschen aus der Mitte – die Mittelschicht, die Unternehmer, die brav und ordentlich ihre – zu hohen – Steuern zahlen und nach den hohen bürokratischen Regeln spielen müssen. Also geht es um SIE.

Um SIE geht es in der Gewerbeordnungsreform, um SIE geht es im Bürokratieabbau und um SIE geht es auch, wenn wir davon reden, dass wir die Steuerquote senken müssen. In all den Reden der Bundesregierung, von Kanzler Christian Kern, von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, von Finanzminister Hans-Jörg Schelling, sprechen sie immer von den Superreichen und den Menschen die unsere Solidarität brauchen. Ja, das ist gut und richtig.

Ich kämpfe für den Mittelstand

ABER: Die gesamte Regierungsfraktion hat die Masse ihrer Wähler ausgelassen. Vergessen, verstossen, nicht erwähnt – nämlich die, die Steuern zahlen. Die Mittelschicht. Die Klein- und Mittelständischen Unternehmen, Ich kann Ihnen versichern: Ich bin deren Stimme und damit Ihre Stimme. Weil ich einer von Ihnen bin. Ich bin ein Mittelständler. Und ich verspreche Ihnen hiermit: Wir kämpfen weiter.